Fitnessstudio-Geräte richtig planen: Wie viel Fläche braucht ein Gerätepark?
Bei der Planung eines Fitnessstudios reicht es nicht, die Grundflächen der Geräte zu addieren. Ein funktionierender Gerätepark braucht Bewegungsraum, Laufwege und eine logische Anordnung. Genau hier entstehen in der Praxis viele Fehler.
Warum die Gerätemaße allein nicht ausreichen
Eine Maschine kann auf dem Datenblatt kompakt wirken und trotzdem viel Nutzfläche benötigen. Bei Beinpresse, Kabelzug, Racks oder Plate-Loaded-Geräten müssen Bewegungsweg, Scheibenwechsel und Zugang berücksichtigt werden.
Trainingszonen sinnvoll aufteilen
Eine klare Zonierung erleichtert die Orientierung und kann den Betrieb effizienter machen. Typische Bereiche sind Pin Loaded, Plate Loaded, Freihanteln, Kabelzug, Functional Training und Cardio.
Laufwege nicht unterschätzen
Zu enge Laufwege verschlechtern nicht nur das Trainingserlebnis. Sie erschweren auch Reinigung, Wartung und das Einbringen weiterer Geräte. Deshalb sollte die Fläche nicht bis auf den letzten Quadratmeter mit Maschinen gefüllt werden.
Welche Geräte benötigen besonders viel Bewegungsraum?
Racks, Kabelzüge, Langhantelbereiche und bestimmte Plate-Loaded-Geräte benötigen mehr freie Fläche als ihre reine Stellfläche vermuten lässt. Bei der Planung sollte außerdem bedacht werden, von welcher Seite Gewichte aufgelegt werden und wie der Nutzer in das Gerät einsteigt.
Häufiger Fehler: zu viele ähnliche Geräte
Gerade bei einer Neueröffnung wirkt ein großer Maschinenpark attraktiv. Wirtschaftlich kann es jedoch sinnvoller sein, zunächst unterschiedliche Bewegungsmuster abzudecken, statt mehrere nahezu identische Varianten derselben Übung einzuplanen.
Geräteauswahl nach Zielgruppe
Ein Bodybuilding-Studio benötigt eine andere Flächenverteilung als ein gesundheitsorientiertes Studio, ein Hotelgym oder eine Physiotherapie. Die Fläche sollte deshalb immer vom Nutzungskonzept aus geplant werden.
Bestandsstudio erweitern
Bei bestehenden Studios lohnt sich zusätzlich die Frage, welche Geräte tatsächlich ausgelastet sind. Wenig genutzte Maschinen können wertvolle Fläche blockieren, während stark nachgefragte Bereiche zu klein dimensioniert sind.
Fazit
Eine gute Geräteplanung kombiniert Maße, Nutzung, Zielgruppe und Laufwege. So entsteht ein Gerätepark, der nicht nur auf dem Grundriss funktioniert, sondern auch im täglichen Betrieb.
Für konkrete Projekte bietet MUKKIS die Planung kompletter Fitnessstudio-Ausstattungen sowie eine Standortanalyse für Fitnessstudios an.
Vom Grundriss zur Geräteliste: die richtige Reihenfolge
- Raummaße und feste Hindernisse erfassen.
- Zugänge, Türen, Säulen und Fluchtwege berücksichtigen.
- Trainingszonen definieren.
- Grundgeräte je Zone einplanen.
- Bewegungs- und Bedienflächen prüfen.
- Erst danach Spezialmaschinen ergänzen.
Diese Reihenfolge verhindert, dass ein attraktives Einzelgerät gekauft wird, das später den Laufweg blockiert oder wichtige Trainingsfläche nimmt.
Beispiel: Plate-Loaded-Geräte brauchen mehr als ihre Stellfläche
Eine 45-Grad-Beinpresse oder eine schräge Brustpresse benötigt zusätzlich Platz zum Einsteigen und zum Bestücken mit Hantelscheiben. Gleiches gilt für Racks, bei denen die Hantelstange seitlich über den Rahmen hinausgeht. Diese Nutzflächen gehören in den Plan.
Stoßzeiten mitdenken
Eine Fläche kann auf dem Papier perfekt aussehen und trotzdem im Betrieb nicht funktionieren. Frage deshalb, an welchen Stationen sich Nutzer typischerweise sammeln. Häufig genutzte Drück-, Zug- und Beinbewegungen sollten so angeordnet sein, dass mehrere Personen parallel trainieren können, ohne Engstellen zu erzeugen.
Passende Ratgeber zur Flächenplanung
Für konkrete Studiogrößen findest du zusätzlich unsere Beiträge zum Fitnessstudio auf 100–200 m² und zur Planung auf 300–500 m².